Zuckerfreie Getränke – Gut oder schlecht für den Körper?

Wie gesund sind zuckerfreie Getränke wirklich?

Überall im Netz kursieren die unterschiedlichsten Meinungen bezüglich kalorienarmer und zuckerfreier Lebensmittel. Vor allem die zuckerfreien Getränke nehmen hierbei einen hohen Stellenwert ein. Wer seinen Durst nicht immer nur mit geschmacklosen Getränken stillen möchte, der greift auch schon gerne mal zu Cola oder Fruchtsäften. Da diese jedoch gerade bei einer gewichtsreduzierenden Lebensweise, nicht immer von Vorteil sind, wird daher auch immer öfter die zuckerfreie Variante als Alternative für ein kalorienvermindertes Süßen vorgezogen. Insbesondere dienen auch Energydrinks im alltäglichen Leben zunehmend als Kaffeeersatz.

Vergleicht man beispielsweise die Nährwerte des Energydrinks „Red Bull“ mit denen seiner zuckerfreien Version „Red Bull Sugarfree“ lassen sich gravierende Unterschiede feststellen: So hat beispielsweise eine 250ml Dose des klassischen Red Bulls insgesamt 112,5 kcal, 27,5 g Kohlenhydrate und 27,5 g Zucker während die zuckerfreie Alternative lediglich 7,5 kcal, 0 g Kohlenhydrate sowie 0 g Zucker aufweist (zur Quelle).

Grund genug also für jemanden der auf eine kalorienarme Ernährung achtet, sich für die Light-Variante anstatt der Kalorienbombe zu entscheiden. Oder?

Doch was genau bedeutet eigentlich „zuckerfrei“?

 

Zucker

Die in diesen Getränken enthaltenen Stoffe, zum einen Süßstoffe wie Aspartam als auch Zuckerersatzstoffe wie Erythrit, werden seit Dezember 2014 unter dem Begriff „Süßungsmittel“ zusammengefasst (zur Quelle).

 

 

Es handelt sich hierbei um synthetisch hergestellte oder natürliche Verbindungen, welche zum Süßen von Lebensmitteln verwendet werden. Im Vergleich zum normalen Haushaltszucker schmecken diese um ein Vielfaches süßer und enthalten außerdem nahezu keinerlei Kalorien (zur Quelle).

 

Doch wie gesund kann etwas sein, das durch chemische Verfahren entwickelt wurde?

 

Zuckerfreie Getränke und Krankheiten

Laut der DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung) gibt es derzeitig keine ausschlaggebenden Studien die einen Zusammenhang zwischen dem Verzehr von zuckerfreien Produkten und der Entstehung von Krankheiten belegen. Jedoch tauchen im Netz immer öfter Artikel oder Beiträge auf, die diese Erkenntnisse anzweifeln lassen.

Medizin

Eine im Jahr 2014 durchgeführte Studie israelischer Forscher ergab, dass verschiedene Süßstoffe das Risiko für Diabetes fördern, da es durch ihren Konsum zu einer Veränderung der Darmflora kommt- und somit letztendlich zu einer Störung des Glucosestoffwechsels. Diese Störung wiederum stellt schlussendlich einen Risikofaktor für Diabetes dar (zur Quelle).

Weiterhin berichten Studien über eine krebsfördernde Wirkung der Süßungsmittel. Diese Aussagen können jedoch derzeitig durch das deutsche Krebsinformationszentrum nicht bestätigt werden. Dieses vertritt den Standpunkt, dass Zusatzstoffe erst nach sorgfältiger Prüfung zugelassen werden dürfen und auch danach weiterhin strengen und regelmäßigen Überprüfungen unterliegen. Nach dem heutigen Stand ist somit davon auszugehen, dass diese ungefährlich- und nicht krebserregend sind (zur Quelle).

 

Zuckerfreie Getränke und Heißhunger

Leider gibt es derzeit keinen eindeutigen Nachweis dafür, ob zuckerfreie Getränke Heißhungerattacken verursachen oder nicht. Einige, der bisher veröffentlichen Publikationen, gehen jedoch von einem Zusammenhang dieser beiden Faktoren aus.

Heißhunger

Werden zuckerhaltige Lebensmittel verzehrt, kommt es im Körper zu einem Anstieg des Blutzuckerspiegels. Das beduetet, dass die Zuckerkonzentration im Blut deutlich erhöht ist. Insulin wird ausgeschüttet um somit den Zucker aus dem Blut in die Zellen zu schleusen und Energie bereitzustellen. Dieser Vorgang lässt folglich die Blutzuckerkurve wieder abfallen und es entsteht ein Hungergefühl. Wie stark die Blutzuckerkurve ansteigt- und wieder abfällt, hängt von dem Anteil an Kohlenhydraten bzw. Zucker in den Lebensmitteln ab. Je höher dieser ist, desto stärker steigt die Kurve an und desto schneller fällt sie wieder. Die Folge daraus ist Heißhunger.

Werden nun zuckerfreie Lebensmittel verzehrt, kommt es laut einiger Studien ebenfalls zu einer Insulinausschüttung. Hierbei jedoch mit dem Unterschied, dass es sich um nicht verwertbare Energie handelt. Die Ursache dafür, dass trotz des fehlenden Zuckers Insulin ausgeschüttet wird, könnte auf den süßen Geschmack zurückzuführen sein. Dieser täuscht das Gehirn, was somit  denselben Effekt wie bei zuckerhaltigen Lebensmitteln bewirkt. In Folge dessen kommt es auch hierbei zu einem Abfall der Blutzuckerkurve, welcher sich in Heißhungerattacken widerspiegelt. Der Vorgang ist somit derselbe, mit dem Unterschied, dass keine Kalorien aufgenommen werden und somit auch keine Energie umgesetzt werden kann.

 

Zuckerfreie Getränke und Gewichtszunahme

Immer wieder werden Anspielungen darauf gemacht, dass Light-Produkte trotz ihrer reduzierten Nährstoffbilanz eine Gewichtszunahme herbeiführen können. Dieser Vorwurf wird meist mit der Tatsache bestärkt, dass vor allem kalorien- oder zuckerreduzierte Lebensmittel nach dem Verzehr Heißhungerattacken verursachen können, die folglich eine gesteigerte Nahrungsaufnahme mit sich bringen. Nimmt man trotz Heißhungerattacke keine zusätzliche Nahrung auf, kommt es somit auch nicht zu einem Kalorienüberschuss und entsprechend auch nicht zu besagter Gewichtszunahme.

Gewichtsabnahme

Auch die DGE widerlegt derzeit die Aussage, dass zuckerfreie Getränke eine Gewichtszunahme herbeiführen. Vielmehr besagt sie, dass Menschen, die in der Vergangenheit zur zuckerhaltigen Coca-Cola tendierten, durch den Verzehr ihrer kalorienarmen Version bereits einige Kalorien sparen können. Mit Hilfe dieser Änderung, wären sie somit in der Lage, ihr Gewicht zu reduzieren Gewichtsreduktion zu erreichen (zur Quelle).

 

Fazit

Wie sich ein übermäßiger Konsum von künstlich hergestellten Substanzen auf Dauer tatsächlich auf den Körper auswirkt und ob man sie unbedingt tagtäglich konsumieren muss, ist dennoch fragwürdig. Wer eine unbedenkliche und gesunde Flüssigkeitsaufnahme herbeiführen möchte, der sollte lieber auf stilles Wasser, ungesüßten Tee oder dünne Fruchtsaftschorlen zurückgreifen.

Dennoch ist an dieser Stelle zu sagen…

Die Dosis macht das Gift! Wer nicht komplett auf den süßen Geschmack einer erfrischenden Cola verzichten möchte, der sollte dann doch lieber ab und zu ein Glas Cola Light zu sich nehmen. Denn verglichen mit den 8 Würfeln Zucker, die ein Glas (0,2l) der klassischen Cola beinhaltet, so ist das allemal die vernünftigere Variante.

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